Seasons Greetings

December 23, 2009

 

To all my friends and fans – worldwide – as far as they are Christianity oriented

Merry Xmas, Joyeux Noël, Feliz Navidad, …

Frohe Weihnachten!

Frank


Voluntary climate efforts are not enough, in reality

December 20, 2009

 

Copenhagen – Around the world, countries and capitalism are already working to curb global warming on their own, with or without a global treaty.

In Brazil more rainforests are being saved, and in Chicago there’s a voluntary carbon pollution trading system. People recycle, buy smaller and newer cars, and change lightbulbs.

But the impact of such piecemeal, voluntary efforts is small. Experts say it will never be enough without the kind of strong global agreement that eluded negotiators at the U.N. summit this past week in Copenhagen… Read more at the Washington Post (AP; by Seth Borenstein)

 haplif – Frank Kalder (Global Haplifnet)


Obama urged unity at Copenhagen climate summit

December 18, 2009

 

Barack Obama urged nations to accept a less-than-perfect climate agreement in the final hours of the summit in Copenhagen today. A new draft agreement called the “Copenhagen Accord” drops a previous deadline extension… Read more at Deutsche Welle

(Reuters) – Following are notable quotes about a summit of more than 120 world leaders that is trying to secure agreement on who should cut greenhouse gas emissions, by how much and who should pay. Read more at FACTBOX   

haplif – Frank Kalder (Global Haplifnet)


Evolutionary Humanism and the Copenhagen Climate Summit

December 14, 2009

 

A broader essay relating to the previous blog by Bernd Ehlert (in our German category) 

- to be mentioned in context with Michael Schmidt-Salomon’s ethics assessment (s. most recent book review updates) -

is available on demand (s. comments below).

Essay

by Bernd Ehlert

Eine Antwort des evolutionären Humanismus
auf heutige Menschheitsprobleme wie dem Klimawandel

[A response of the Evolutionary Humanism to contemporary humanity challenges such as the climate change]  

 

haplif – Frank Kalder (Global Haplifnet)


Evolutionärer Humanismus in Abgrenzung zu Religionen

December 11, 2009

 

- aus zwei Beiträgen eines Gastautors zusammengefügt -

 A] Entstehung von Religionen; hier: Christentum (exzerpiert)  

Im Fall des Christentums wäre hier der Übergang von einer strikten Stammesreligion (der Juden) zu einer für alle Menschen offenen Religion zu nennen. Aber auch das Gottesbild selbst machte eine radikale Wandlung durch, von einem den Völkermord gebietenden Gott des Alten Testaments (Buch 5 Mose Deuteronomium, Kapitel 20, Vers 17) hin zum Gott der völker- und rassenübergreifenden Nächstenliebe. Ja, selbst der Monotheismus wurde in Frage gestellt, und im Grunde ist ein dreieiniger Gott ja kein monotheistischer Gott mehr, zumindest kein lupenreiner. Das sind gewaltige Umbrüche, die bis in die Grundfesten gehen. [...]

Im Kontext des Römischen Weltreichs

In diese Spannung hinein brachte Paulus etwas, wonach sich die Menschen sehnten, und dieser Glaube von Paulus wurde einfach deswegen unter den vielen anderen Glaubensformen selektiert, weil er ganz pragmatisch einen Lebensvorteil und eine Lebensperspektive unter den neuen herrschenden Bedingungen (eines Weltreiches) brachte, nämlich für die vielen unterjochten Menschen darin. Im Grunde funktionierte das dann genauso, wie eine neue Tier- oder Pflanzenart aufgrund geänderter Umweltbedingungen entsteht, nur jetzt auf einer anderen Ebene.

Anm. (haplifnet): Diese Sichtweise lässt die These, z.B. die Entstehung des Christentums rein natürlich und evolutionär zu verstehen (und dafür zwingend einen Nutzen vorauszusetzen), deutlich werden.

 

B] Verhaltensweisenanpassung an Veränderungen der Lebensumstände

Ja, aber leider ist es mit der Bereitschaft, das menschliche Handeln evolutionär zu verstehen, nicht sehr weit her. Auch und gerade nicht im evolutionären Humanismus der GBS.*

Für mich steht es etwa außer Frage, dass das, was wir „böse“ oder kriminell nennen und auch die heutigen Menschheitsprobleme, die etwa zur Zeit in Kopenhagen behandelt werden, nicht das Werk eines Teufels sind, sondern einfach nur aufgrund von veränderten Lebensumständen unangepasst gewordene Verhaltensweisen.

Das böse Kriminelle ist also nichts anderes als das alte Recht des Stärkeren, das unauslöschlich noch in unseren Genen schlummert. Gerade erleben wir (teilweise im wahrsten Sinne des Wortes) „hautnah“ mit, wie das exzessive Streben nach Macht und Reichtum auf einer hochtechnisierten, aber begrenzten und überbevölkerten Erde mehr und mehr zu einem unangepassten Verhalten wird. Doch benötigt man die Evolutionstheorie, um das zu erkennen und zu lösen?

Ja, aus mindestens zweierlei Gründen.

Erstens geht es um die Beschaffenheit und die Eigenarten der Antriebe in uns, die für die heutigen Probleme verantwortlich sind. Da sie instinkthafter Natur sind, sind sie eben nicht durch eine einfache Einsicht leicht und endgültig zu berichtigen. Ein gutes Beispiel dafür ist eben die Kriminalität. Obwohl dieses Verhalten (des alten Rechts des Stärkeren) schon seit Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden überholt ist und kulturell geächtet wird, bedarf es immer noch der dauernden Überwachung und Ahndung, um es zumindest im Zaum zu halten. Man wird sich noch wundern, was den Menschen alles einfallen wird, um die neuen Regeln zu umgehen, falls es überhaupt zu einer Aufstellung solcher Regeln bzw. Verträge in Kopenhagen kommt.

Zweitens geht es um die Erkenntnis dessen, wohin eigentlich die weitere Entwicklung gehen soll. Wenn man nicht die evolutionäre Perspektive berücksichtigt, kommt man zu der Antwort, dass materielle Werte natürlich für alle immer weiter steigen sollen. Doch das geht auf einer überbevölkerten und begrenzten Erde mit zu Neige gehenden Ressourcen eben nicht auf Dauer. An diese Grenzen stoßen wir heute. Aus der evolutionären Perspektive ergibt sich eine Lösung dadurch, dass die materiellen Werte, die wir zu immer weiterem Wachstum bringen wollen, eindeutig noch unserem animalischen Erbe zuzuordnen sind, wobei die evolutionäre Entwicklung des Menschen dadurch geprägt ist, dass die animalischen Verhaltensweisen stetig abnehmen und die geistig-kulturellen stetig zunehmen. An einer solchen Stufe stehen wir heute wieder. (Das heißt natürlich nicht, dass der Mensch alle materiellen Werte oder alle Instinkte verbannen soll, aber er soll sich nicht von ihnen abhängig machen, er soll sie bestimmen und kontrollieren, nicht sie ihn.)

Woran liegt diese Entwicklung begründet, plant das einer? Nein, es ergibt sich einfach aus den Umwelt- und Lebensbedingungen und aus der Entwicklung selbst. Einerseits ist die Erde und sind die Rohstoffe begrenzt und andererseits nimmt die Bevölkerung unaufhörlich weiter zu. Es gibt aber für uns zwei verschiedene Möglichkeiten damit umzugehen. Bei der ersteren ignoriert man die Probleme einfach und macht so weiter, wie bisher, weil sich dieses Verhalten ja auch bisher als gut und erfolgreich erwiesen hat. Hierbei „lernt“ man nur, wenn es zu einer Katastrophe kommt, wenn wirklich für jeden existentiell einsehbar und erfahrbar ist, dass es so nicht weitergeht. Dieses Verhalten würde ich als animalisches Verhalten bezeichnen, denn genau so funktioniert die bisherige Evolution der Pflanzen und Tiere, d.h. die Katastrophen und der Tod sorgen für die Selektion des angepassten Verhaltens.

Der Mensch sollte aber anderes darauf reagieren. Er kann im Gegensatz zum Tier Gefahren voraussehen und sein Verhalten durch Vernunft und Einsicht ändern – die Betonung liegt dabei auf „kann“, d.h. sofern diese exklusiv menschlichen Eigenschaften eben stark genug sind, um sich gegen die instinkthaften Antriebe in ihm durchzusetzen. Das gilt nicht nur für „Verbrecher“ und prügelnde Hooligans auf der Straße, sondern, leider, auch für unsere sogenannten Eliten. Ein anschauliches Beispiel dafür ist eben nichts anderes als der gegenwärtige Klimagipfel in Kopenhagen. Werden sich hier die nun unangepassten Instinkte durchsetzen und wird es so zu mehr oder weniger großen Katastrophen kommen (die eigentlich im Grunde schon zu Gange sind, denn von der Kolonialzeit bis zur heutigen ungerechten Weltwirtschaftsordnung sorgt dieses instinkthafte Handeln eines Rechts des Stärkeren  für ein äußerst ungerechtes Zusammenleben der Menschen, das Milliarden von Menschen bis heute leiden, sprich hungern und sterben lässt).

Oder gewinnt die Vernunft die Oberhand und kann das instinkthafte Handeln, also die Gier nach immer weiteren materiellem Wachstum, zumindest in die Schranken weisen? (So wie es etwa in vergleichbaren Fällen durch das Justizwesen oder auch die Straßenverkehrsordnung erfolgreich gelungen ist). Im zweiten Fall, wenn die Vernunft die Oberhand gewinnt, würde die Selektion des neuen, angepassten Verhaltens auf der Ebene der Abstraktionen bzw. Gedanken stattfinden und nicht auf der körperlichen Ebene durch das Leiden und Sterben von Menschen in den durch ein unangepasstes Verhalten bedingten Katastrophen. Diese zweite, im wahrsten Sinne menschliche und humane Art der Weiterentwicklung, nämlich auf Grund von Verstand und Vernunft, ist dann ein evolutionärer Humanismus, wenn er dabei eben die bisherige Entwicklung, die eine evolutionäre ist, berücksichtigt.

Dabei könnte, gerade jetzt in Kopenhagen, gut begründet werden, warum der religiöse Glaube bei den heutigen Problemen keine Lösungen mehr bieten kann und er sich deswegen, aus konkreten und nachvollziehbaren Gründen, überholt hat. Das evolutionäre Verständnis der Menschwerdung und des animalischen und archaischen Erbes, das im Menschen schlummert, ist zur Lösung der gegenwärtigen Probleme unabdingbar erforderlich. Doch die Kirchen und der religiöse Glaube blockieren diese Schlüssel zur Problemlösung, da sie das Menschsein anders definieren, d.h. nicht über die Evolution. Ja, für sie ist dabei eine globale Katastrophe sogar der vorausgesagte Beginn des göttlichen Reiches!

Und was macht die GBS angesichts der drängenden Probleme und angesichts des Klimagipfels? Nichts (oder habe ich da etwas übersehen?). Statt die Chance zu nutzen und die Zusammenhänge zwischen den heutigen Problemen und unseren überholten und falschen (religiösen) Weltbildern aufzuzeigen und einen evolutionären Humanismus ernst zu nehmen, zu nutzen und anzuwenden, schweigt sie und überlässt sogar wieder der Kirche das Feld in Kopenhagen. Die nutzt ihre Chance und stellt sich auch in Kopenhagen wieder als das unabdingbar moralisch Gute dar, das die Menschen dringend benötigen (Kathweb, Österreich).  

So offenbart nicht nur der religiöse Glaube, sondern eben auch die Religionskritik, wie groß der Mangel an Vernunft und wie stark der instinkthafte, animalische Einfluss beim heutigen Menschen noch ist.

Nötig ist vor allem, das naturalistische Weltbild und einen evolutionären Humanismus gegenüber den alten, überholten Weltbildern durchzusetzen, und zwar nicht nur in der Theorie, sondern anhand ganz praktischer und anschaulicher Fälle und Probleme, wie etwa dem gegenwärtigen Klimagipfel in Kopenhagen. Evolution ist nicht etwas, was nur in der Vergangenheit stattgefunden hat, Evolution findet im Hier und Jetzt statt. Dabei besitzt der Mensch nicht nur die Fähigkeit dazu, das zu erkennen, sondern es könnte für ihn, wie es aussieht,  zu einer Frage des Überlebens werden.

Bernd Ehlert (GBS-Fördermitglied)

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*) Giordano Bruno Stiftung (GBS)

>> Global Haplifnet


HuffPost’s U.S. Health Care Reform Sifting

December 11, 2009

 

Health Care Reform: Sifting Through the Suboptimal Solutions*

Referring to such previous topic mentions –  e.g. in August  -  I agree with you, Arianna, that it will be a suboptimal solution worth supporting those elements you described if the final bill did contain them. Yes, indeed, the U.S. broken system got to be fixed.  

The aim “we can get back to being a country able to produce optimal responses to our biggest problems” may then be achieved. 

haplif – Frank Kalder (HuffPost profile/comments)

Supplementary: Global Haplifnet – vanguard topics

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*) by Arianna Huffington, co-founder and editor-in-chief, Huffington Post


Globale Vernetzung – Umgangspraxis mit ’Social Media’

December 10, 2009

 

Vor dem Hintergrund eines Spiegel-Dreiteilers von Frank Schirrmacher

     1. Teil: Mein Kopf kommt nicht mehr mit
     2. Teil: Informationen fressen Aufmerksamkeit
     3. Teil: Google ist eine Machtmaschine

gab’s kürzlich eine  ARD-Beckmann-Sendung mit dem Autor (FS) und Günther Jauch “über die gravierenden Folgen der schönen neuen Computerwelt”.

Menschliche Bewusstseinsveränderungen und schleichend unbewusste Verhaltensanpassungsprozesse wurden u.a. ausführlich diskutiert. Jauch sei nun mehrere Stunden am Tag mit dem Internet und den eMails beschäftigt. Er kann’s auch nicht lassen, klagt aber, dass dabei viel Zeit verloren geht.

 Dazu annotierte Enni Sander, eine  IT-Studentin (Britin) und Online-Marketingexpertin:

Nun, sagen wir mal so. Social media ist eine gute Sache. Aber man muss sehr gut überlegen, was man der Welt in den unersättlichen Rachen wirft und was man lieber für sich behält. Das Medien-Monster lauert überall und ist unersättlich … Jeder ist auf dem Run nach neuen Informationen. Und da muss man einfach mal den Riegel vorschieben. Dann klappt das auch mit social media… (More about Enni)

Meine Antwort:

Genau, so sehe ich’s – ganz entspannt – ebenfalls. Ist sozusagen auch mein Approach.

Generelle Einschätzung von Twitter und Facebook

Das Problem bei den Social Media ist (von den USA ausgehend), dass die meisten User gar nicht – insbesondere bei Twitter – an Kontakten resp. Kommunikation interessiert sind. (Ausnahme lediglich eher nur auf lokaler Community-Ebene.)

Es geht den Leuten darum, nur noch irgendetwas an die Welt abzusondern. Ihren Status definieren sie über die Anzahl der Followers. Celebrities erreichen locker mehrere Millionen davon, während sie selbst so gut wie niemandem ’folgen’.

Je mehr Leuten man folgt, desto größer ist die Timeline-Verstopfung, so dass man nach einiger Zeit gar nichts mehr liest. Man guckt nur noch in die eigenen Feedbacks. Auch die neuen ’Lists’ bringen nur eine marginale Verbesserung.

Was mich betrifft, so folge ich möglichst wenigen Leuten (global), so dass ich wenigstens noch einigermaßen einen Überblick habe, wen ich mir da ins Boot geholt habe.

Bei Facebook ist’s analog. Dort ist die Anordnung der Beiträge recht sperrig, wodurch die Übersichtlichkeit – fürs schnelle Drübergucken – leidet. Zudem haben viele Leute mit der Methodik, dem Format, den Settings, … ein paar Problemchen, was sie eher davon fernzuhalten scheint…?!

Gute Kommunikationsbeispiele | Globale Vernetzung

Während ich zuvor (s.o.)  - pauschal – eine etwas resignierend anmutende Einschätzung präsentierte, lässt sich in Einzelfällen auch recht Positives vermelden.

Meine global ausgerichteten Twitteraktivitäten (seit April) brachten mir ausgezeichnete Kontakte, die von Kalifornien über die gesamten USA, Europa und Afrika bis Japan, Australien und Neuseeland reichen.

Darunter sind Menschen aus allen Schichten (Studenten, Wissenschaftler, Medienschaffende, Politiker, …), von denen ich jeweils prompt Antworten bekomme, wenn ich ihnen ein besonderes Thema direkt präsentiere oder eine Frage stelle.

Mit denjenigen – eher wenigen – Twitterern, die zusätzlich ein Facebook-Konto haben, kann dann – bei Bedarf – noch ausführlicher kommuniziert werden. Eine damit verbundene Empathie (Freudebekundungen, Anteilnahme, …) über derartige Austausche ist bei allen daran Beteiligten zu spüren.

Teilweise habe ich auch schon besondere Themen, die mit den Twitter- und Facebookfreunden behandelt wurden, hier im internationalen Blog von Haplif & Haplifnet vorgestellt.

haplif – Frank Kalder (Global Haplifnet) 


Obama’s allocation of more troops to Afghanistan [VIDEO]

December 2, 2009

 

Barack Obama hopes to start transferring U.S. forces out of Afghanistan in July 2011.

The U.S. will send 30,000 more U.S. troops to Afghanistan in the next seven months “so that they can target the insurgency and secure key population centers,” Obama said in his speech. Some of the new troops will help train Afghan security forces to “create the conditions for the United States to transfer responsibility to the Afghans.” U.S. forces could begin to leave as security responsibilities are transferred to the Afghans. Obama said he hopes to start transferring U.S. forces out of Afghanistan in July 2011… (CNN + Speech VIDEO)

NATO nations nod along with Obama’s speech but may not meet his request for more troops.

Though generally welcoming the promised buildup of American troops to Afghanistan, Europe is likely to present President Obama with a mixed bag of responses to his request that allies step up their own deployments.

Some European leaders say that their countries are already stretched to the limit militarily and that growing public opposition to the war severely restricts their options.

In France, headlines trumpeted President Nicolas Sarkozy’s “flat refusal” to meet a reported request for 1,500 more soldiers.

Germany remains ambivalent about sending more forces because of souring domestic opinion over the war and public criticism of a German-ordered NATO airstrike in September that killed more than 100 insurgents and Afghan civilians…. Read more at Los Angeles Times

haplif – Frank Kalder (Global Haplifnet)


EU Lisbon Treaty in force as of December 1, 2009

December 1, 2009

 

Brussels – EU president takes office as Lisbon Treaty enters force

The EU’s first president, Herman Van Rompuy, officially took office Tuesday as the bloc’s reforming Lisbon Treaty entered into force, giving the European project a human face as it enters a new era.

British peer Catherine Ashton at the same time became the European Union’s foreign policy supremo, a post already dubbed “EU foreign minister”.

The treaty, drawn up to replace the aborted EU constitution, is designed to boost the bloc’s global standing and streamline the institutions which represent half a billion people… Read more by Paul Harrington, AFP

haplif – Frank Kalder (Global Haplifnet)


La France magnifique et sa belle langue

November 28, 2009

 

Aus einem Facebook-Dialog mit Enni Sander (Toulouse)

Ich habe diesen Thread mal präventiv initiiert, chère Enni, damit Du hier schnell hemmungslos üben kannst und immer einen Freund hast, der Dir Tipps geben kann.

Ich hatte zwar Französisch bis zum Abi, konnte es aber kaum fließend sprechen. Als ich zwischendurch an der Pariser Sorbonne studierte, gab’s für mich eine Empfangsparty von einer Deutschen, die gerade an ihrer Doktorarbeit in Literatur schrieb. Dort lernte ich Annie, eine Anglistikstudentin, kennen und lieben. Brachte sie gleich in meinem Auto nachhause, und danach sahen wir uns täglich. Sie hatte einen großen Freundeskreis. Zusammen unternahmen wir viel.

Ich musste mir dann vor jedem Treffen ein paar coole Sprüche und Sätze ausdenken, die ich bei Annie oder ihren Freunden einfließen lassen wollte. Schon nach ein paar Tagen begann ich dann auf Französisch zu denken und zu träumen.

Ein kleiner Trick hat mir das Image eines Top-Fließendsprechenden eingebracht. Ich notierte mir anfangs alle Floskeln und Füllseln, die die Pariser routinemäßig verwenden. Diese baute ich dann wie am Schnürchen in meine Phrasen ein.

Mit Annie ging ich oft ins Kino rund ums Quartier Latin (Arrondissement Saint-Germains-des-Prés). Häufig war ich abends in der Comédie Française, um insbesondere Molière-Stücke zu sehen. Dieser versrhythmische Edelsprachstil hat sich dann quasi ergänzend noch bei mir eingenistet.

Annies Vater war Generaldirektor bei der staatseigenen Schnellbahn TGV. Die Familie hatte in der Loire-Gegend nördlich von Orléans ein Ferienhaus mit eigenem Tennisplatz. Wir fuhren öfters an den Wochenenden hin, um im Partykeller abzufeiern.

Da mir an der Sorbonne beim Examen auch eine mündliche Prüfung bevorstand, wofür man ein paar Gedichte zum Auswendigrezitieren und zur anschließenden Inhaltsbesprechung parat haben musste, hatte ihre Mutter, die Gymnasiallehrerin war, das mit mir – ganz professionell – geübt.

Ich kenne Frankreich – insgesamt - ziemlich gut. Speziell liebe ich die Côte d’Azur.

In Toulouse hatte mich die gotische Kathedrale fasziniert. Mit der Bundeswehr (bin Offizier d.R.) waren wir mal zu einer Austauschtruppenübung in der Nähe von Pau (südwestlich von T.) stationiert, wo es in der weiteren Umgebung viele begehbare Höhlen gibt. Von da aus machten wir Ausflüge in die Pyrenäen. Badete am Fuße eines Gletschers in einem wirklich eiskalten See (dabei schmerzten v.a. die Hoden). Zum Abschluss campten wir noch an einem kilometerlangen Atlantiksandstrand und mischten abends Biarritz auf (wo die russische Haute-Volée der Zarenzeit ihre – vor Richesse strotzenden – baustilistischen Spuren hinterlassen hatte).

Wollte Dir, chère Enni, ’la France et sa belle langue’ ein bisschen schmackhaft machen. Immerhin war das hochgeschätzte Französisch einstmals in ganz Kontinentaleuropa in den Adelskreisen und in der Bourgeoisie weit verbreitet.

Cordially, Frank – your amicable tutor :)

Supplementary: Enni’s Twitter Success